Christliches Abendland? Die kulturellen Wurzeln Europas und was wir dafür halten

Diskussion
Politik / Wirtschaft / Gesellschaft
Reihe
Brennpunkt Religion
Dienstag, 21. Februar 2017 um 19:30 Uhr
Prof. Dr. Michael Borgolte, Dr. Andreas Goetze
Christliches Abendland? Die kulturellen Wurzeln Europas und was wir dafür halten

Das christliche Abendland hat zurzeit Konjunktur. Die Pflege „abendländischer Bildungs und Kulturwerte“ ist ebenso Thema wie die Verteidigung der „christlich-abendländischen Kultur“. In der Flüchtlingskrise und bei grassierender Angst vor „dem“ Islam warnen Demonstranten vor dem Untergang des Abendlands. Der Islam gehört nicht zu Europa, denn er ist ein Geschöpf des Morgenlandes, sagen nicht wenige. Andere warnen vor falschen Alternativen. Haben Morgenland und Abendland sich nicht schon immer gegenseitig befruchtet? Der fast vergessene Begriff des „christlichen Abendlandes“, zuletzt im Kalten Krieg gegen die Bedrohung aus dem Osten beschworen, erlebt eine erstaunliche Wiederbelebung. Trägt dieser Rückgriff aber wirklich? Wo liegen die kulturellen Wurzeln Europas, und wie können wir sie angemessen benennen?

Prof. Dr. Michael Borgolte, Inst. f. Geschichtswissenschaften HU Berlin

Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO)

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