Grenzenlos scharf: Lichtmikroskopie im 21. Jahrhundert

Vortrag / Diskussion
Naturwissenschaft / Technik
Reihe
Nobelpreisträger in der Urania
Mittwoch, 22. Februar 2017 um 19:30 Uhr
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Stefan W. Hell
Grenzenlos scharf: Lichtmikroskopie im 21. Jahrhundert

Nobelpreisträger in der Urania

Mit seiner Erfindung der STED (Stimulated Emission Depletion)- Mikroskopie, hat Prof. Hell die Lichtmikroskopie revolutioniert. Herkömmliche Lichtmikroskope haben wegen der Wellennatur des Lichts eine Auflösungsgrenze: Objekte, die weniger als 200 Nanometer voneinander entfernt sind, können nicht mehr getrennt wahrgenommen werden. Diese von Ernst Abbe entdeckte Grenze galt für mehr als ein Jahrhundert als unumstößlich. Prof. Hell hat entdeckt, dass eine Überwindung dieser klassischen Beugungsgrenze möglich ist und dass fluoreszente Probenstrukturen mit einer Auflösung nahe der molekularen Skala untersucht werden können. In seinem Vortrag werden die einfachen und gleichzeitig sehr mächtigen Prinzipien erläutert, die es erlauben, die auflösungsbegrenzende Rolle der Beugung zu neutralisieren. Neben den Grundlagen werden einige der neueren Fortschritte auf diesem Forschungsgebiet aufgezeigt, die Verbesserungen der Auflösung um mehr als das Hunderttausendfache ermöglichen. Die Relevanz dieser „fernfeldoptischen Nanoskopie“ für verschiedene Bereiche, darunter die Lebens- und Materialwissenschaften, wird ebenfalls an Beispielen verdeutlicht.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Stefan W. Hell, Max-Planck-Institut für biopysikalische Chemie

Urania
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10787
germany

Kalendereintrag:

Mittwoch, 22. Februar 2017 - 19:30
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