Urania-Reihe: 20 Jahre Mauerfall
Do, 05.11., 19.30 Uhr
Expertengespräch
Dr. h.c. Wolfgang Thierse, SPD-MdB, Berlin
im Gespräch mit Alfred Eichhorn, rbb-Inforadio, Berlin
Die Opposition in der DDR: Wie hat sie sich gebildet und
wie konnte sie sich durchsetzen?
Nachdem im Sommer 1989 Tausende die DDR über Ungarn verlassen hatten und Ende September die Ausreise der Botschaftsflüchtlinge in Prag erlaubt wurde, spitzte sich die Situation in der DDR zu. Die Machthaber bereiteten scheinbar völlig unbeirrt das 40jährige Gründungsjubiläum der DDR im Oktober vor, während sich immer mehr Andersdenkende in Kirchen versammelten, neue Organisationen gründeten und sich schließlich zu Hunderttausenden auf die Straßen trauten. Wie konnte sich die Oppositionsbewegung bilden und durchsetzen, wo doch die berühmt-berüchtigte Stasi das ganze Land im Visier und im Griff zu haben schien?
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Urania-Reihe: 20 Jahre Mauerfall
Di, 10.11., 20.00 Uhr
Bühne
Es möchte der Holunder sterben an eurer Vergesslichkeit…
Szenische Collage mit Gedichten und Liedern von Bertolt Brecht bis Heiner Müller
Das Programm basiert auf der Anthologie „100 Gedichte aus der DDR“, erschienen im Verlag Klaus Wagenbach
Mitwirkende: Barbara Thalheim, Sängerin, Liedermacherin, Jean Pacalet, Komponist, Akkordeonist
Studenten der Berliner Schule für Schauspiel: Maxi Geithner, Elena Garcia-Gerlach,
Jasmin Reich, Johanna Schmidt, Robin Bohn, Nico Ehrenteit,
Phillippe Petit, Matthias Patzelt, Adam Veil
Regie: Klaus Fiedler
Eintritt: 10,- €; ermäßigt 9,- €; Urania-Mitglieder 7,- €
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Urania-Reihe: 20 Jahre Mauerfall
Di, 24.11., 19.30 Uhr
Vortrag mit Diskussion
Walter Momper, Ehem. Regierender Bürgermeister von Berlin, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
Der Mauerfall in Berlin
Die Maueröffnung am 9. November 1989 durch die DDR war für die ganze Welt ein völlig unerwartetes Ereignis – so die offizielle Geschichtsschreibung. Gleichzeitig halten sich aber Gerüchte, wonach einige Politiker im Westen doch schon vorher von dem epochalen Ereignis etwas wussten oder zumindest Hinweise darauf hatten. Unabhängig davon war der Mauerfall eine der größten Herausforderungen für die Politik und die Bürgerinnen und Bürger in West-Berlin, die vor allem der damalige Regierende Bürgermeister Walter Momper hautnah mit erlebt, gestaltet und gemeistert hat.
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Urania-Reihe: 20 Jahre Mauerfall
Mo, 30.11., 19.00 Uhr
Filme mit Filmgespräch
Leipzig im Herbst / Letztes Jahr Titanic
Als Gast begrüßen wir Regisseur Andreas Voigt
Andreas Voigt gilt als einer der wichtigsten Dokumentarfilmer Deutschlands. Eines seiner bekanntesten Werke ist die international renommierte Reihe der Leipzig-Filme, die zwischen 1987 und 1997 entstanden ist. Wir zeigen aus dieser Serie die beiden Filme, die vom Ende der DDR hautnah berichten, denn im Herbst 1989, war Andreas Voigt bei den Montagsdemonstrationen mit der Kamera dabei. Leipzig im Herbst entstand kurz bevor die Mauer fiel. Letztes Jahr Titanic erzählt von Dezember 1989 bis Dezember 1990 von fünf Menschen im letzten Jahr der DDR und den Anfängen des vereinten Deutschlands.
Leipzig im Herbst / DDR 1989 / 54 min; Letztes Jahr Titanic / D 1991 / 97 min.
Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €
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Di, 01.12., 19.30 Uhr
Expertengespräch
War die DDR reformierbar – und warum kam es nicht dazu?
Wenige Wochen nach dem Fall der Mauer erreicht die friedliche Revolution im Dezember 1989 eine neuen Stufe: Die Macht der SED zerfällt zusehends, die neuen Oppositionsgruppen beraten mit an Runden Tischen, und Bundeskanzler Kohl verkündet seine Deutschland-Thesen, in den von Wiedervereinigung noch nicht die Rede ist. Waren die Hoffnungen und Erwartungen, die DDR mit weit reichenden Reformen als eigenen Staat zu erhalten, nach der Maueröffnung noch eine realistische Perspektive? Welche Ziele verfolgten die Opposition und die reformorientierten Kräfte in der SED? Und welche Faktoren wirkten in der Folgezeit immer stärker auf eine Vereinigung mit der BRD?
Podium:
Christian Booß, Historiker, ehem. Pressesprecher der Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen
Wolfgang Templin, Mitbegründer der „Initiative Frieden und Menschenrechte“ und von „Bündnis 90“, Berlin
Stefan Wolle, Wiss. Leiter des DDR-Museums, Berlin
Moderation: Alfred Eichhorn, rbb-Inforadio, Berlin
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Urania-Reihe: 20 Jahre Mauerfall
Di, 15.12., 19.30 Uhr
Vortrag und Diskussion
Dr. Joachim Gauck, Pfarrer, Mitbegründer und Abgeordneter des Neuen Forums in der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR, erster Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehem. DDR (1990-2000), Berlin
Ein Leben für Freiheit und Gerechtigkeit
Eine Schlüsselfigur der jüngsten deutschen Geschichte erinnert sich: Joachim Gauck, engagierter Systemgegner in der friedlichen Revolution der DDR und herausragender Protagonist im Prozess der Wiedervereinigung als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Distanz zum DDR-System prägte seine Tätigkeit von Anfang an, und er wurde zu einer Symbolfigur im Umbruch von 1989. Zu seinem 70. Geburtstag hat Joachim Gauck seine Erinnerungen aufgeschrieben. Erleben Sie den politischen und sehr persönlichen Rückblick eines friedlichen Revolutionärs!
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