Programm

Montag, 21.05.2007

Mo21.05.19:30
Eine Veranstaltung der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • PD Dr. Mayke Wagner, Deutsches Archäologisches Institut, Berlin

Wie sich die Wüste wandelt - Leben in der Veränderung

Wer über einen längeren Zeitraum immer wieder chinesische Wüsten besucht, der erlebt Veränderungen kaum noch als Überraschung, sondern fast schon als Selbstverständlichkeit: Große Seen verschwinden in wenigen Jahren, frühere Dünenfelder tragen eine frische Vegetationsdecke, und selbst in der einstmals von Reisenden auf der Seidenstraße gefürchteten Wüste Taklamakan finden sich plötzlich asphaltierte Straßen, die sie in wenigen Stunden passierbar macht. Es ist nicht mehr zu übersehen, wie der Mensch nachhaltig und großräumig den ariden Norden Chinas beeinflusst und nach seinen Vorstellungen zu gestalten versucht. Gemeinsam mit chinesischen Kollegen gehen deutsche Forscher der Frage nach, ob - und wenn ja, wie - er dies schon in der Vergangenheit gemacht hat. Dabei stehen auch die Strategien im vordergrund, mit denen sich menschliche Gemeinschaften den vorherrschenden und wandelnden Umweltbedingungen anpassten. Freigelegte Gräber und Siedlungsplätze in den Wüsten Taklamakan (in der autonomen Region Xinjiang), Badain Jaran und Horqin (im Westen und Osten der autonomen Region Innere Mongolei) zeigen facettenreiche und lange Lebensgeschichten.

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