Reisen und Berlin 19/20

Die Oper „Carmen“ psychoanalytisch gedeutet

Dr. Elisabeth Bingel


In der Oper „Carmen“ von George Bizet sind die verschiedenen Formen des Eros von spielerischer Verliebtheit bis zu (selbst)zerstörerischer leib-seelischer Hörigkeit und tödlicher Leidenschaft dargestellt. Mithilfe der Analyse von Text und Musik soll aufgezeigt werden, wie die Protagonisten Carmen und Don Josè nicht in der Lage sind, ihre Liebesbeziehung als eine schöpferische zu gestalten, in der beide sich grundlegend wandeln und gewandelt werden. Wie lässt sich erklären, dass „Carmen“ trotz dieser trostlosen Perspektive seit ihrem Erscheinen zu den meistgespielten Opern der Welt gehört? Dr. Elisabeth Bingel, Musikwissenschaftlerin, Pädagogin, Psychoanalytikerin (C. G. Jung), Flötistin, Berlin