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Realpolitik und alternative Medien

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - Podiumsdiskussion
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Thu, 23.4.2020, 20:00
23.04.2020 - 20:00
Sebastian Turner, u.a. Mod.: Natalie Amiri

Beschreibung

Das Internet und die Digitalisierung verändern tiefgreifend sämtliche Lebensbereiche. Dies betrifft insbesondere die Art, wie wir uns informieren und wie wir kommunizieren. Wie stark wird die öffentliche Meinung, als vierte Gewalt bezeichnet, durch die sozialen Medien beeinflusst?

Durch Instagram und Co. wird jeder Nutzer potenziell zum „Prosument“- zum Konsumenten und gleichzeitig Produzenten von Medieninhalten. Der öffentliche Diskurs scheint sich so zu demokratisieren, einzelne Interessen können gebündelt und Themen öffentlich relevant gemacht werden, wie etwa bei der #blacklivesmatter oder der #metoo Bewegung.

Der öffentliche Diskurs wird dabei allerdings nicht nur demokratischer, sondern auch unübersichtlicher und schnelllebiger. Wir sind einer Vielzahl von Informationen ausgesetzt und gezwungen zu selektieren. Dies geschieht meist nicht auf Basis sachlicher Entscheidungskriterien. Denn das Mediennutzungsverhalten wird zunehmend impulsgesteuert, wodurch sich emotionalisierte Inhalte wie etwa Fake News und Hate Speeches teilweise noch schneller als andere Inhalte verbreiten. Eine Kontrolle oder gar Zensur an Informationen ist heute kaum mehr möglich, so dass das Potential der Mitsprache und Teilhabe negativ erscheint und positive gesellschaftlich wichtige Kampagnen sich in Polemiken auflösen.

Die Gefahr zu denken, dass zu Zeiten größtmöglicher Information unsere Meinungsbildung dadurch gerechtfertigt ist, dass uns Informationen breit zugänglich sind, beschönigt, dass man sich durch die eigenen Filterblasen immer engstirniger informiert. Es ist die persönliche Verantwortung des Einzelnen sich zu informieren“ (Natalie Amiri)

Welchen Einfluss haben alternative Medien tatsächlich auf unsere politische Meinungsbildung? Kann man sich heute überhaupt Medieninhalte selbstbestimmt auswählen? Was passiert, wenn die Politik nur noch Entscheidungen trifft, die auf die breite Akzeptanz der öffentlichen Meinung stoßen? Kann man Medieninhalte regulieren, ohne zu zensieren? Und wie fördert man die notwendige Medienkompetenz in einer Gesellschaft?

Gäste:

Konstantina Vassiliou-Enz, Geschäftsführerin Neue deutsche Medienmacher

Sebastian Turner, Herausgeber Tagesspiegel

Prof. Dr. Markus Ziener, Fachbereichsleiter Journalismus und Kommunikation an der HMKW Berlin

Julia Leeb, Fotojournalistin und Filmemacherin mit Fokus auf VR (Virtual Reality)

Felix Friedrich, Gründer und Geschäftsführer von Buzzard.org

Richard Gutjahr, Journalist

Moderation: Natalie Amiri, Journalistin 

Um euer Feedback zur Veranstaltung abzugeben, bitten wir unter folgendem Link anonym sieben kurze Fragen zu beantworten: https://survey.questionstar.com/b8b5e790

In Zusammenarbeit mit der Open Society Foundations

Eindrücke der letzten Veranstaltung von Urania kontrovers finden Sie hier

 

 

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