Die Bildhauerin und der Dichter - Renée Sintenis und Joachim Ringelnatz

Die Zwanziger Jahre in Berlin

Kunst, Kultur und Spiritualität - Vortrag
C
Tue, 13.10.2020, 17:30
13.10.2020 - 17:30
Elke Krauskopf

Beschreibung

Trotz ihrer introvertierten Wesensart wurde die Bildhauerin Renée Sintenis (1888-1965) zur schillernden Figur der Berliner Künstlerbohème in den 20er Jahren. Das kunstbegeisterte Publikum von Berlin bis New York schätzte die exquisiten kleinformatigen Plastiken der Künstlerin ebenso wie ihre elegante, über 1,80 Meter große Erscheinung. Ihre Teilnahme an den Berliner Sezessionsausstellungen wie auch die Nähe zum Romanischen Café boten ihr Kontakte zu vielen prominenten Zeitgenossen, wie Gottfried Benn, Asta Nielsen und Max Liebermann, von dem sie sehr geschätzt wurde. Eine außergewöhnliche Freundschaft pflegte Sintenis zum Dichter des Kuttel Daddeldu, Joachim Ringelnatz (1883-1934), der über sie und ihr plastisches Werk Verse schmiedete. Sintenis ließ sein Porträt in Bronze gießen und verhalf dem Freund zur Anerkennung als Maler. Gefördert von dem Bildhauerkollegen Georg Kolbe, geriet sie ins Blickfeld des großen Kunsthändlers Alfred Flechtheim. Berühmt wurde sie vor allem mit ihren hinreißenden Tierplastiken, die noch im Berliner Stadtbild anzutreffen sind. Einmal im Jahr zur Berlinale gerät überdies ihr Berliner Bär in den Mittelpunkt des Interesses.

Elke Krauskopf, M.A., Kunsthistorikerin, Berlin

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