Licking War Wounds (Andrii Dostliev, Lia Dostlieva), 2016-2021

MATERIAL NATION

Grenzen ins Ungewisse

In der interdisziplinären Gruppenausstellung beschäftigen sich Künstler:innen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa auf sehr persönliche und zugleich hochpolitische Weise mit Fragen von Nation, Zugehörigkeit, Autonomie, Selbstbestimmung, Identität und Abschied. 

Der Krieg in der Ukraine ist eine Zäsur. Kriege verschieben Grenzen in jeglicher Hinsicht: persönliche, politische und moralische. Was macht es mit Menschen, zum Spielball solcher Grenzverschiebungen zu werden? Wie lassen sich diese überwältigenden Erfahrungen verarbeiten? Und wie kann eine künstlerische Auseinandersetzung damit aussehen?  

Die ausgewählten Künstler:innen nähern sich über die spezifische Materialität ihrer Arbeiten den Grenzverschiebungen im Innen und Außen an: Wie fühlt sich Sehnsucht nach einer Heimat an, die es nicht mehr gibt? Zum Beispiel weil man in einem Land geboren wurde, das nicht mehr existiert oder aktuell besetzt und zerstört ist. Dabei spielen Kindheitserinnerungen an die Kriege auf dem Balkan und die Transformationsprozesse der 90er-Jahre in den postsozialistischen Staaten eine Rolle. Was ist das Material von Nation und wer verfügt darüber?  

Vom 15.7.2022 bis 28.8.2022
Vernissage: 14.7.2022, 17:00 Uhr

Eintritt frei; Ticket erforderlich. Vorverkauf ab 1.6.2022


Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 12:00 - 20:00 Uhr.
Gastronomische Begleitung der Ausstellung durch das Café Urania; Freitag und Samstag bis 22:00 Uhr im Urania-Garten.

 

Gefördert aus Mitteln der DKLB-Stiftung