© David Ausserhofer

Entfällt: Die Vertrauensfrage

Für eine neue Politik des Zusammenhalts

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - Vortrag
C
Mi, 15.4.2020, 20:00
15.04.2020 - 20:00
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Prof. Jutta Allmendinger, Jan Wetzel

Beschreibung

Steckt Deutschland in einer Vertrauenskrise? Die Politik und ihre Vertreter*innen scheinen mit den Anforderungen der Globalisierung überfordert, die Marktwirtschaft wird als korrupt wahrgenommen und den Massenmedien wird ihre Glaubwürdigkeit abgesprochen. Auch der soziale Zusammenhalt scheint zu bröckeln: Das große „Wir“ ist unter dem Eindruck verloren gegangen, dass die Überzeugungen, Werte und Ziele gesellschaftlicher Gruppen immer weiter auseinanderdriften. Vertrauen geht dabei nicht einfach verloren. Es wandert vom großen „Wir“ ins Kleine: in Familie, Freundeskreise und soziale Milieus. Haben wir das Vertrauen in unsere Mitmenschen und vielleicht sogar in uns selbst verloren? Gemeinsam mit Jan Wetzel hat sich die renommierte Soziologin Jutta Allmendinger auf Spurensuche quer durch Deutschland begeben, um diese Fragen zu beantworten. „Die Vertrauensfrage – Für eine neue Politik des Zusammenhalts“ zeigt, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen als Kitt einer Gesellschaft ist und skizziert politische Lösungsansätze, die aufzeigen, wie eine gesunde Vertrauensbasis wieder hergestellt werden kann.

Jutta Allmendinger, geboren 1956, ist seit 2007 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Honorarprofessorin für Soziologie an der Freien Universität Berlin. Seit 2017 gehört sie dem Herausgeberrat der Wochenzeitung DIE ZEIT an. Für ihre wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher, darunter »Das Land, in dem wir leben wollen« (2017).

Jan Wetzel, geboren 1991, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am WZB. Er studierte Soziologie und Kommunikationswissenschaft in Dresden und Berlin. Daneben arbeitete er als freier Journalist für den öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Seit 2014 ist er Mitarbeiter in dem Umfrageprojekt »Die Vermächtnisstudie« und beschäftigt sich in diesem Rahmen mit den Zukunftsvorstellungen der Menschen in Deutschland.

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