Entfällt: Wo bleibt der hochgefährliche Abfall aus den deutschen Atomkraftwerken?

Die Suche nach einem sicheren Endlager

Innovation und Technologie - Vortrag
C
Di, 7.4.2020, 20:00
07.04.2020 - 20:00
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Wolfram König

Beschreibung

2017 begann die deutschlandweite Suche nach einem Standort für die Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle nach dem Standortauswahlgesetz. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung beaufsichtigt den Suchprozess und organisiert die Beteiligung der Öffentlichkeit. Wie läuft die Endlagersuche ab? Was sind die gesellschaftspolitischen und wissenschaftlichen Hintergründe des neuen Suchverfahrens? Wer sind die verantwortlichen Akteure und wie können sich Bürger*innen und Bürger in den Prozess einbringen? Wolfram König gibt einen Überblick und stellt sich Ihren Fragen.

Dipl. ing. Wolfram König, Präsident des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), studierte Stadtentwicklung und Architektur. Seinen Schwerpunkt setzte er dabei auf die Planung von Umweltschutzmaßnahmen. Mit seinem Wissen gründete er ein Umweltbüro und kehrte später zurück an die Universität Kassel, wo er als stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Zentrums „Mensch-Umwelt-Technik“ arbeitete. An der Universität Kassel hatte er zudem von 1998 bis 1999 eine Vertretungsprofessur inne. Als Staatssekretär im Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt, der zuständigen Genehmigungsbehörde für das Endlager Morsleben, arbeitete er maßgeblich daran, dass die Einlagerung von radioaktiven Abfällen im Endlager nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze endgültig eingestellt wurde. König war Staatssekretär zwischen 1994 und 1998. Anschließend war Wolfram König über 18 Jahre Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Seine Erfahrungen als Betreiber bewegten ihn dazu, sich frühzeitig für ein offenes Standortauswahlverfahren einzusetzen, das auf klaren wissenschaftlichen Kriterien basiert und die Öffentlichkeit einbindet. Mit Blick auf das Suchverfahren schlug König vor, die beteiligten Behörden neu zu organisieren. Seine eigene Behörde, das BfS schloss er in diesen Prozess mit ein. Als Präsident leitet er die daraufhin entstandene, noch junge Bundesbehörde, das BASE.

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