LANGE LINIEN

Paul Cassirer – Aufbruch in die Moderne

Vortrag

Thomas R. Hoffmann erinnert an eine der besten Adressen im Berliner Kunstbetrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Thomas R. Hoffmann

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Der Berliner Kunsthändler Paul Cassirer (1871-1926) gilt als Pionier der Moderne und treibende Kraft der Berliner Sezession, die sich gegen die etablierte akademische Kunstszene des Kaiserreichs positionierte. Mit einer außergewöhnlich dichten und kontinuierlichen Ausstellungstätigkeit förderte der im damaligen Berliner Tiergartenviertel lebende Galerist maßgeblich die Verbreitung des französischen Impressionismus in der Reichshauptstadt. Er brachte Werke von Monet, Degas, Renoir, Pissarro, Cézanne und van Gogh nach Berlin, arbeitete eng mit Max Liebermann zusammen und war ein Förderer von Edvard Munch. Er ist der einzige Kunsthändler, der jemals als ordentliches Mitglied in den Deutschen Künstlerbund aufgenommen wurde. Thomas R. Hoffmann erinnert an eine der besten Adressen im Berliner Kunstbetrieb, die den Geschmack des aufstrebenden Bürgertums über Berlin hinaus entscheidend prägte.

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

Foto: Porträt Paul Cassirers von Leopold von Kalckreuth (Ausschnitt, 1912), Märkisches Museum, gemeinfrei auf Wikipedia