LANGE LINIEN
Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch – Seismografen des Umbruchs
Vortrag
Die Pioniere der Moderne entwickeln an der Schwelle des 20. Jahrhunderts eine neue intensive Bildsprache für die existentiellen Fragen des Lebens.
Thomas R. Hoffmann
So, 10.05.2026 | 16:00 Uhr
Anlässlich des 150. Geburtstags der in Dresden geborenen Paula Modersohn-Becker (1876–1907) werden ihre Kunstwerke erstmals im Dresdner Albertinum im Dialog mit jenen Edvard Munchs (1863–1944) gezeigt. Beide reflektierten in ihren heute weltberühmten Bildern die Grundfragen des Lebens. Der radikale Bruch mit Konventionen zeichnete beide ebenso aus wie ein seismografisches Gespür für die gesellschaftlichen Umbrüche in der Zeit der Industrialisierung und der rasanten Urbanisierung an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann zeigt anhand der mannigfaltigen Kompositionen die Verbindungen zweier großer Kunstschaffender, die sich persönlich nie begegnet sind.