Ninotschka (USA 1939)
Von Berlin nach Hollywood
Die Komödie des jüdischen Regisseurs Ernst Lubitsch mit Greta Garbo als Ninotschka. Im Anschluss spricht Knut Elstermann mit Katja Nicodemus und Rainer Rother.
Film und Podium mit Knut Elstermann, Katja Nicodemus und Rainer Rother
Di, 24.03.2026 | 18:00 Uhr
Veranstaltung im Centrum Judaicum, Oranienburger Str. 28-30
kostenfreie Tickets
Viele jüdische Filmschaffende wurden von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben. Sie prägten die Berliner Kultur der Weimarer Republik und gestalteten nach ihrer Ankunft in den USA die aufblühende Filmindustrie in Hollywood entscheidend mit. Anlässlich des 120. Geburtstags von Billy Wilder rückt die Filmreihe „Von Berlin nach Hollywood“ diese jüdischen Filmschaffenden ins Zentrum, macht die Kontinuitäten ihres Schaffens zwischen Berlin und Hollywood sichtbar und unterstreicht ihren Platz in der Filmgeschichte. Die Filmauswahl spiegelt sowohl individuelle Lebenswege als auch kollektive Erfahrungen von Flucht, Exil und kultureller Neuverortung.
Ninotschka (1939) ist eine US-amerikanische Komödie des deutsch-jüdischen Regisseurs Ernst Lubitsch, in der Greta Garbo die sowjetische Agentin Ninotschka spielt, die sich in Paris in den Grafen Léon und den kapitalistischen Lebensstil verliebt. Das Drehbuch wurde von Billy Wilder mitgeschrieben. Der aus Galizien stammende Schauspieler Alexander Granach, der seine schauspielerische Karriere im jiddischen Theater des Berliner Scheunenviertels begann, sowie Felix Bressert, ein deutsch-jüdischer Schauspieler aus Ostpreußen, spielen unterstützende Nebenrollen. Der Film wurde in der Sowjetunion für seine Kritik an den dortigen Lebensumständen verboten, während er in den USA und Europa großen Erfolg hatte. In Deutschland wurde er erst 1948 uraufgeführt.
Im Anschluss diskutiert Knut Elstermann mit der Journalistin und Filmkritikerin Katja Nicodemus und dem Filmhistoriker und langjährigen Leiter der deutschen Kinemathek in Berlin Rainer Rother.
Filmlänge 110 Minuten, FSK 12
Die weiteren Termine der Filmreihe »Von Berlin nach Hollywood«:
14. April, 19.30 Uhr »Sein oder Nichtsein« von 1942, Urania Berlin
23. April, 18:00 Uhr »Das siebte Kreuz«, Neue Synagoge Berlin
28. April, 19:30 Uhr »Menschen im Hotel«, Urania Berlin
10. Mai, 18:00 Uhr »Hotel Berlin«, im Kino Krokodil (Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin) im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg, buchbar in Kürze
Eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum und dem Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg