Oliver Nachtwey © Suhrkamp Verlag / Carolin Amlinger © Jürgen Bauer

Gekränkte Freiheit

Aspekte des libertären Autoritarismus

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - Buchvorstellung
C
Fr, 7.10.2022, 17:30
07.10.2022 - 17:30
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Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey, Nils Markwardt

Beschreibung

Die Spätmoderne bringt einen Protesttypus hervor, dessen Ruf nach individueller Souveränität eine Bedrohung ist für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen: die Verleugnung einer geteilten Realität.
Das Individuum soll mündig, authentisch und hochgradig eigenverantwortlich sein – also im Extremfall frei von Rücksichtnahme, gesellschaftlichen Zwängen und gesellschaftlicher Solidarität. Gleichzeitig erlebt der oder die Einzelne sich als zunehmend macht- und einflusslos gegenüber einer komplexer werdenden Welt. Das wird als Kränkung erfahren und äußert sich in Ressentiment und Demokratiefeindlichkeit. Diese Entwicklung, so Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, ist Folge der Freiheitsversprechen der Spätmoderne. Auf der Grundlage zahlreicher Fallstudien verleihen Amlinger und Nachtwey dieser Sozialfigur Kontur und erläutern deren sozialen Gründe.

Carolin Amlinger ist Literatursoziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Departement Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Basel.

Oliver Nachtwey ist Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel.

Moderation: Nils Markwardt, ZEIT Online

In Zusammenarbeit mit Suhrkamp

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