© Lutz Heck

Hauptstadt der Tiere

Die Geschichte des ältesten deutschen Zoos

Welten, Reisen und Berlin - Gespräch, Vortrag
C
Mo, 23.9.2019, 18:00
23.09.2019 - 18:00
Dr. Clemens Maier-Wolthausen

Beschreibung

Es war ein eher trauriges Provisorium, das am 1. August 1844 seine Tore öffnete: Der „Zoologische Garten bei Berlin“ lag außerhalb der Stadt, seine Tierhäuser waren noch nicht fertig und der Tierbestand eher klein. Wie wurde hieraus der artenreichste Zoo der Welt? Clemens Maier-Wolthausen geht nicht nur der baulichen Entwicklung, den gezeigten Tiere oder Verbesserungen in der Tierhaltung nach, sondern zeigt, wie sich im Hauptstadtzoo zugleich die deutsche Geschichte widerspiegelt: das Kolonialzeitalter mit den Völkerschauen, der Nationalsozialismus mit der Vertreibung jüdischer Aktionäre und der Zwangsarbeit, der Kalte Krieg durch die Systemkonkurrenz mit dem Ost-Berliner Tierpark und die Deutsche Einheit. Zwar nutzten die jeweils Mächtigen den Zoo stets als Bühne, doch war er von Anfang an ein Projekt der Bürger Berlins, die ihn als Besucher und Aktionäre unterstützten.

Dr. Clemens Maier-Wolthausen, Historiker, Autor, Berlin

Moderation: Christof Blome, Programmleiter, Ch. Links Verlag

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