Mi, 31.1.2018, 19:30 Uhr

Wir Menschen reagieren meistens empfindlich, wenn unsere Erwartungen und Wünsche nicht erfüllt werden und werden deshalb häufig aggressiv. Wir werden allerdings von klein auf dazu erzogen, Erwartungen zu erfüllen und den Forderungen von Eltern und anderen wichtigen Erwachsenen zu gehorchen. Als Erwachsene haben wir ähnliche Ansprüche und erwarten, dass uns auch unsere Wünsche erfüllt werden. Wie können wir hier zur persönlichen Autonomie gelangen? Und wieviel Freiheit hinsichtlich einer Wunscherfüllung gestehen wir uns und anderen Menschen zu?


Mi, 17.1.2018, 19:30 Uhr

In vielen alltäglichen Begegnungen in der Familie und im Beruf erleben sich Menschen als Opfer ihrer Umwelt. Sie fühlen sich dann oft hilflos und leiden oder sie werden aggressiv und greifen ihr jeweiliges Gegenüber an. Dabei wechseln sie – meistens ohne es zu wollen – zwischen Opfer- und Tätersein hin und her. Die Folgen sind zunehmende Unzufriedenheit, wütende Streitereien und emotionale Distanzierungen. Kulturelle Vorstellungen, die wir von Kindheit an übernommen haben und die wir meistens nicht bezweifeln, erschweren uns ein befriedigendes Miteinander.


Mo, 18.12.2017, 19:30 Uhr

Wir sind es gewöhnt, alles zu interpretieren, was andere Menschen von sich zeigen, ihre Körperhaltungen, ihre Mimik, ihre verbalen Äußerungen, aber auch die Art, wie sie sich kleiden und zurechtmachen und vieles andere mehr. Dies führt häufig zu Streitereien, weil wir leicht annehmen, unsere Interpretationen würden auch zutreffen. Wir halten es aufgrund unserer Denkgewohnheiten für möglich, „richtige“ Interpretationen finden zu können, wenn wir nur gut genug wären.


Mo, 4.4.2016, 19:30 Uhr

Kulturelle Überzeugungen erschweren und reduzieren nicht nur unsere Lebendigkeit und unsere Beziehungen zu anderen Menschen, sondern beeinträchtigen auch unsere Möglichkeiten, unsere persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen. Erst wenn wir uns hemmende Gewohnheiten bewusst machen, können wir beginnen, neue Verhaltensweisen zu entwickeln. Dann wird es möglich, eine neue Balance zwischen verschiedenen Verhaltensmöglichkeiten herzustellen und die Effektivität unseres Handelns zu vergrößern.

Prof. em. Dr. Regine Reichwein, Institut für Sozialwissenschaften, TU Berlin


Mo, 22.2.2016, 19:30 Uhr

Gerade in den letzten Monaten haben sich viele Menschen darum bemüht, anderen Menschen in Not so gut zu helfen, wie sie nur können. Aber gleichzeitig lässt sich seit bereits längerer Zeit auch eine Zunahme von Gleichgültigkeit – bis hin zur emotionalen Kälte – im alltäglichen Umgang miteinander beobachten. Die Gründe dafür sind vielfältig und die Konsequenzen leider besorgniserregend. Regine Reichwein stellt Ihnen Überlegungen in Bezug auf die Frage vor, welche Prozesse das Entstehen von Gleichgültigkeit begünstigen und wie man diese vermeiden kann.


Mo, 1.2.2016, 19:30 Uhr

In unserer Gesellschaft haben wir besondere Schwierigkeiten, die Autonomie anderer Menschen zu respektieren. Seit Jahrhunderten haben wir die Beziehungen zu anderen Lebewesen auf Wünschen nach Macht, Kontrolle und Herrschaft aufgebaut, häufig ohne dass uns diese bewusst werden. Aber ein solcher Anspruch ruft meistens Widerstände hervor und führt zu Konflikten in sehr verschiedenen Bereichen.


Di, 5.1.2016, 19:30 Uhr

Oft erleben Menschen die alltäglichen Begegnungen in der Familie und im Beruf als unbefriedigend. Sie wünschen sich erfreuliche zwischenmenschliche Begegnungen und leiden darunter, dass viele Begegnungen und persönliche Gespräche häufig in Machtspiele ausarten. Zunehmende Unzufriedenheit,wütende Streitereien oder innere Distanzierungen sind die Folge. Dabei erschwerenauch kulturelle Illusionen, die uns schon in früher Kindheit beigebracht wurden und die wir meistens nicht bezweifeln, unser soziales Miteinander. Wie es anders und viel erfreulicher gehen könnte, zeigt der Vortrag.


Do, 23.4.2015, 19:30 Uhr

Wir alle kennen Situationen, in denen wir uns ausgenutzt und übervorteilt fühlen. Wir kennen politische Situationen, in denen ausgewogene Diskussionen unmöglich geworden sind und hören von kriegerischen Auseinandersetzungen, in denen eine Minderheit einer Mehrheit ausgeliefert ist. In allen diesen Fällen sind Prozesse aus der Balance geraten mit oft fatalen Folgen. Die Notwendigkeit von Balance ist überall zu erkennen.


Mi, 8.4.2015, 19:30 Uhr

Wir können mithilfe der Fokussierung unserer Aufmerksamkeit in gewisser Weise steuern, womit wir uns auseinandersetzen. Wir können unsere Aufmerksamkeit auf körperliche, emotionale, intentionale oder mentale Prozesse richten und diese Aufmerksamkeit über einen bestimmten Zeitraum weiterverfolgen. Aber manchmal auch nicht. Manchmal entscheiden wir ohne bewusstes Zutun. Woran das liegt, und wie wir sinnvoll mit den Grenzen in unseren Kompetenzen und Entscheidungen umgehen können, das erfahren Sie heute. Der nächste Vortrag in der Reihe findet am 23.04.


Di, 10.2.2015, 18:30 Uhr

Von klein auf entstehen Muster und Dynamiken ebenso wie Gewohnheiten, mit denen wir versuchen, die Komplexität unseres Lebens zu reduzieren, um handlungsfähig zu werden und zu bleiben. Diese beeinflussen, wie wir tagtäglich mit uns selbst und unserer Umwelt umgehen. Sie bestimmen, was wir essen und trinken wollen, welche Empfindungen wir in bestimmten Situationen oder gegenüber ausgewählten Personen haben, wie wir verstehen, was sie zu uns sagen und wie wir ihr Handeln interpretieren.