Max Czollek: © Konstantin Boerner; Stella Leder: © Paula Winkler

Über deutsch-deutschen Antisemitismus

Stella Leder im Gespräch mit Max Czollek

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - Buchvorstellung, Gespräch
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Mi, 15.12.2021, 19:30
15.12.2021 - 19:30
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Stella Leder, Max Czollek

Beschreibung

Wer verstehen will, warum nationalsozialistische Ideologie und antisemitisches Ressentiment in der bundesdeutschen Gesellschaft noch immer präsent sind, muss Stella Leder zuhören. Die Enkelin des Schriftstellers Stephan Hermlin erzählt im Gespräch mit Max Czollek von ihrem jüngst erschienenen Buch „Meine Mutter, der Mann im Garten und die Rechten“ und ihrer eigenen Familiengeschichte als Teil europäischer Geschichte.

Antisemitismus und Rechtsextremismus erlebte Stella Leder bereits als Kind, erste Erfahrungen waren Baseballschlägerattacken der Dorfgang und Diskriminierungen durch Lehrer und Eltern von Freundinnen. Die Einsicht in die Stasi-Akten ihrer Mutter offenbarte zudem scharfe Dissonanzen in ihrer eigenen Familie.

Wie erschreckend etabliert rechte und antijüdische Gedanken noch heute im Alltag unserer Gesellschaft sind, begriff Stella Leder wohl erst vollends als Erwachsene durch ihre Arbeit zu Antisemitismus und Rechtsextremismus für NGOs und durch ihre zahlreichen Recherchen. Sie musste erkennen, dass Deutschland weder in Ost noch in West je einen richtigen Umgang mit Antisemitismus und Rechtsextremismus gefunden hat.

Stella Leder ist Autorin und freie Dramaturgin. Sie arbeitet für NGOs zu Antisemitismus, Gender und Rechtsextremismus.

Max Czollek ist Publizist, Lyriker und Coach.

In Zusammenarbeit mit Ullstein Buchverlage

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