Vom ewigen Krieg zum ewigen Frieden – Kapital und Christentum Teil 3

Vortrag / Diskussion
Philosophie / Spiritualität / Religion
Mittwoch, 20. Dezember 2017 um 19:30 Uhr
Dr. Dr. Eugen Drewermann
Vom ewigen Krieg zum ewigen Frieden – Kapital und Christentum Teil 3

Warum Krieg? Und wie ihn überwinden? Der ständige Einsatz von Gewalt gegen Natur und Mensch kann nicht zum Frieden führen. Wie aber ist es möglich, die Staaten abzurüsten, die Militärbündnisse aufzulösen und die Entscheidung über lokal nicht lösbare Konflikte an eine überparteiliche Schiedsinstanz zu delegieren? Jeder kennt die Worte des Weihnachtsevangeliums: Herrlichkeit ist Gott in den Himmeln, wenn Frieden ist auf Erden bei Menschen, die Gnade glauben können. Jeder im sogenannten christlichen Abendland kennt diese Worte. Und doch kommt dann eine Woche später zum Neujahrstag aus dem Mund der Regierenden die Botschaft, dass alles beim Alten bleiben muss: Wir werden weiter aufrüsten, wir werden "die internationalen Einsätze" ausweiten, wir können uns den Frieden leider noch nicht leisten. Aber Jesus wusste, dass wir der Barbarei niemals entkommen werden, solange wir den Programmen der Angstüberwindung durch Gewalt folgen. Deshalb lehrte er: Nur die Wehrlosen werden die Welt befrieden. Und er zeigte Wege, wie man Vertrauen bildet durch einseitige Abrüstung. Und bereits vor 200 Jahren forderte Immanuel Kant in den "Gedanken zum ewigen Frieden" die Auflösung der nationalen Armeen. Einzig der Friede ist für die Zukunft die Option, die Mahatma Gandhi so formulierte: "Der Friede ist kein Ziel, sondern ein Weg, und wer nicht mit ihm anfängt, wird niemals bei ihm ankommen".

Dr. Dr. Eugen Drewermann, Tiefenpsychologe und Theologe, Träger der Urania-Medaille 1994, Paderborn

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Mittwoch, 20. Dezember 2017 - 19:30
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