© Sacha Hartgers

Wehrmachtsausstellung oder die Rückkehr der Täter [1995-1999]

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - Film, Vortrag
C
So, 29.3.2020, 11:00
29.03.2020 - 11:00
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Der Skandal als vorlauter Bote - Vortrags- | Filmreihe mit Hannes Heer

Beschreibung

Filmausschnitte: Ruth Beckermann "Jenseits des Krieges" [1995]

Die 1995 eröffnete Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944« präsentierte einen zweiten deutschen Genozid, dem allein in der Sowjetunion 30 Mio. Menschen zum Opfer gefallen waren. Zu verantworten hatten das die 10 Mio. an der »Ostfront« eingesetzten deutschen Soldaten. Das war nicht nur das Ende der bisherigen Legende von der »sauberen Wehrmacht«, sondern auch die Geschichte jeder Familie musste umgeschrieben werden. Die Wander-Ausstellung, die trotz schärfster Proteste fast eine Million Besucher zählte, wurde wegen angeblich »gefälschter« Fotos 1999 zurückgezogen. Obwohl sie von einer internationalen Historikerkommission rehabilitiert worden war, wurde sie durch eine neue ersetzt, die einer Kapitulation gleichkam: Jetzt säßen nicht mehr die Millionen »kleinen Soldaten auf der Anklagebank «, schrieb der SPIEGEL, »sondern Hitlers Generäle«.

Eintritt frei, begrenzte Platzzahl. Bitte holen Sie sich eine Freikarte über die Urania-Homepage oder die Urania-Kasse. Online zzgl. Systemgebühr.

Flyer zur Veranstaltungsreihe

Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

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