29. April 2019

Vollkommen unerwartet ist der renommierte deutschstämmige Fotograf Michael Wolf vergangene Woche an seinem Wohnort Hongkong verstorben. Wir sind tief betroffen und in Gedanken bei seinen Angehörigen. Weltbekannt wurde Michael Wolf durch seine einzigartigen dokumentarischen und künstlerischen Arbeiten und Installationen. Am 14. Juni 2019 eröffnen wir seine Werkschau „Life in Cities“, die für zwei Monate in der Urania Berlin zu sehen sein wird.


Aktuell befand sich Michael Wolf mitten in der Vorbereitung für die kommende Station seiner Werkschau „Life in Cities“ in der Urania Berlin. Die von Wim van Sinderen kuratierte umfassende Werkausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag. Nach Station in den Deichtorhallen in Hamburg wird die Ausstellung vom 15. Juni bis 14. August 2019 täglich von 12:00 bis 20:00 Uhr in der Urania Berlin zu sehen sein. Die Schau mit Arbeiten aus allen Schaffensperioden Wolfs umfasst rund 200 Fotografien. Der Berliner Auftritt wird mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin gefördert.


Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin: „Michael Wolf war ein ganz Großer seiner Zunft und sein plötzlicher Tod macht betroffen. In die Vorfreude auf die – mit Sicherheit – hervorragende Ausstellung seiner mich oft auch verstörenden Bilder mischen sich nun Wehmut und Trauer. Wolfs Blick für Licht und Schatten unserer modernen Welt wird fehlen.“


Urania-Direktor Ulrich Weigand: „Wir sind tief bestürzt über den plötzlichen Tod Michael Wolfs. Im Austausch mit ihm persönlich und mit seinem niederländischen Galeristen Wouter van Leeuwen haben wir in den vergangenen Wochen voller Enthusiasmus an der großartigen Werkschau gearbeitet. Es ist uns eine Ehre, das Lebenswerk dieses außerordentlichen Künstlers in unserem Haus der Öffentlichkeit vorzustellen.“

Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Großstädten und greifen Themen wie Überbevölkerung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf. Großformatige abstrakte Hochhaus-Ansichten, beklemmende Porträts von Menschen in überfüllten U-Bahnen wie auch skurrile Alltagsdetails gehören zu den visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens, das der zweimalige World Press Photo Award-Gewinner in seinen Bildern festhält.

Der 1954 in München geborene Michael Wolf wuchs in Kalifornien auf, studierte in Berkeley und an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Otto Steinert. 1994 zog er nach Hongkong, wo er acht Jahre als Vertragsfotograf für das Stern-Magazin arbeitete. Die Tradition sozial engagierter Dokumentarfotografie spürt man auch in seinen späteren Arbeiten als autonomer visueller Künstler. Michael Wolfs Werke wurden unter anderem auf der Venedig Biennale für Architektur ausgestellt und sind in zahlreichen Museumssammlungen vertreten, darunter im Museum Folkwang in Essen, im Rijksmuseum in Amsterdam, im Metropolitan Museum of Art in New York und im Museum of Contemporary Photography in Chicago.


Weiterführende Informationen zu Michael Wolf finden Sie auf urania.de/michael-wolf


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