Reisen und Berlin 19/20

Auf dem Tretroller durch Deutschland – 2473km in 80 Tagen

Michael Wigge


Kann man Deutschland von der Nordspitze auf Sylt bis zum südlichsten Punkt in Bayern in 80 Tagen auf dem Tretroller durchqueren? Deutsche Welle-Reporter Michael Wigge will es wissen und ist mit Kamera und Tretroller unterwegs. Für sein Projekt besucht Michael Wigge auf seinem langen und mühsamen Weg vor allem Orte und Menschen jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Das gehört zum Konzept und ist nebenbei auch der Straßenverkehrsordnung geschuldet: Auf seinem handelsüblichen Tretroller fährt Wigge fast ausschließlich auf Rad- und Gehwegen, selten auf Forst- oder Landstraßen. Für seine Rollerreportagen hat sich Wigge schon einige eher spezielle besucht: Zum Beispiel den mit dreieinhalb Metern unter Null liegenden tiefsten Punkt Deutschlands, das einzige Unordnungsamt“ der Republik, die ebenfalls einmalige offizielle Ufo-Meldestelle und Deutschlands einzigen Stadtbeleuchtungsautomaten. Nach 80 Tagen und – laut Navi-Berechnung – 2473 Kilometern ist Wigge schließlich am südlichsten Punkt Deutschlands ankommen, dem „Haldenwanger Eck“ in den Allgäuer Alpen. Auf seiner Roller-Reise ist Michael Wigge Reporter und Kameramann in einer Person. So hat er seine ganz eigene Technik der „Kamera am ausgestreckten Arm“ inzwischen zur Perfektion verfeinert. Kurz: Wigge dreht sich gerne selbst, auf seinem Tretroller-Trip auch noch mit der Helmkamera. „Auf dem Tretroller durch Deutschland“ lenkt den Blick der Zuschauer auf das eher unbekannte Deutschland. Michael Wigge trifft normale und dabei ganz interessante Leute in der gar nicht so langweiligen deutschen Provinz. Der Vortrag zeigt den Zuschauern einmal mehr ein informatives und unterhaltsames Bild von Deutschland, das die typischen Klischees durchaus erfasst, aber auch viele Abweichungen zutage fördert. Michael Wigge, Journalist, Filmemacher, Autor, Berlin Dauer: 2 Stunden, inkl. Pause“