Kosmopolitismus jenseits Europas

Eine muslimische Perspektive

Kultur, Reisen und Berlin - Vortrag
C
Mo, 6.5.2019, 19:30 Uhr
06.05.2019 - 19:30
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Prof. Dr. Ulrike Freitag

Beschreibung

Lange Zeit galten Kosmopoliten und Weltbürger als Menschen der Zukunft. Erst in jüngster Zeit sind sie wieder unter Verdacht geraten, etwa im Diktum der britischen Premierministerin Theresa May, dass jene, die sich für Weltbürger hielten, nur Bürger von Nirgendwo seien. Dies ähnelt dem Topos der „vaterlandslosen Gesellen“ des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Wie wird mit den derart reflektierten Vorstellungen über Fremde in anderen Kontexten umgegangen, und welche Mechanismen zum Umgang mit Integration gibt es dort?
Der Vortrag geht diesen Themen am Beispiel der muslimischen Pilgerfahrt nach. Sie brachte schon im 19. Jahrhundert zehn-, wenn nicht gar hunderttausende Pilger jährlich in die saudische Stadt Jidda, die als Hafen von Mekka diente. Auch der lebhafte Handel der Stadt zog Einwanderer an. Wie gingen die Einwohner mit den Neuankömmlingen um? Der Vortrag platziert aktuelle Debatten um Migration und Integration in einem globalhistorischen Kontext.

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbstständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an.

Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen knapp 20.000 Personen, darunter etwa die Hälfte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.
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Prof. Dr. Ulrike Freitag, Direktorin des Leibniz-Zentrums Moderner Orient (ZMO) und Professorin am Institut für Islamwissenschaft der Freien Universität Berlin

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