Die Zukunft der Urania

Ein Quantensprung für Demokratie und Wissenschaft

Als traditionsreiches Wissenszentrum und Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Wissenschaft und Umwelt soll die Urania Berlin saniert und erweitert werden. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte im November 2020 die finanzielle Beteiligung des Bundes daran beschlossen. Die Gesamtkosten für die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes in Höhe von 85,5 Mio. Euro sollen je zur Hälfte vom Land Berlin und vom Bund getragen werden. Dazu hat der Deutsche Bundestag 42,75 Mio. Euro in den Bundeshaushalt eingestellt. 

Der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator des Landes Berlin, Michael Müller hat seine volle Unterstützung für die geplante Erweiterung der Urania Berlin zum nationalen Bürgerforum bereits angekündigt: „Die bekannt gegebene Unterstützung des Bundes für die Weiterentwicklung der Urania ist eine großartige Nachricht. Die Urania ist ein Berliner Unikat, aber ihre Mission endet nicht an den Grenzen unserer Stadt. Als Haus der Begegnung und des Dialogs zwischen der Gesellschaft und der Wissenschaft erfüllt sie eine überaus wichtige Aufgabe in unserer Demokratie. Dabei blickt sie nicht nur auf eine große Tradition zurück, sondern hat sich auch für die Zukunft Großes vorgenommen. Dieses herausragende Potenzial wollen und müssen wir unbedingt nutzen, dafür werde ich mich sehr einsetzen.“   

Gabriele Thöne, Vorstandsvorsitzende der Urania Berlin e.V. „Nie zuvor war so deutlich, wie wichtig demokratischer Diskurs und Teilhabe durch Wissen für unsere Zukunft sind. Wir freuen uns deshalb sehr und sind unendlich dankbar, dass auch die Bundesregierung die neue Entwicklung der Urania Berlin so klar und entschieden unterstützt. Gemeinsam mit dem Bund und dem Land Berlin werden wir neben der notwendigen Sanierung vor allem die Erweiterung unseres traditionsreichen Hauses realisieren können und so mit dem Potenzial der Urania ein bundesweit strahlendes Bürgerforum für Wissensvermittlung und für die Stärkung unserer Demokratie in Berlin schaffen.“

Ulrich Weigand, Direktor der Urania Berlin e.V.: „Heute stehen Rechtsstaatlichkeit und Demokratie bei uns und weltweit vor extremen Herausforderungen. Gleichzeitig nimmt die Zerstörung der Umwelt immer größere Ausmaße an. Angesichts dieser Realität übernimmt die Urania Berlin künftig eine stärkere Verantwortung, um als national wirkendes Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Wissenschaft und Umwelt öffentliche Debatten zur Sicherung unserer Demokratie und Zukunft anzustoßen. Die bauliche und inhaltliche Erweiterung der Urania bedeutet einen Quantensprung für Demokratie und Wissenschaft in ganz Deutschland.“

Mit dem Antritt des Direktors Ulrich Weigand im Frühjahr 2018 wurde der aktuelle Erweiterungsprozess eingeleitet. 1888 in Berlin als weltweit erstes Science Center gegründet, ist die Urania Berlin ein überregionales Zentrum für den Dialog von Wissenschaft und gesellschaftlichen Themen mit internationaler Strahlkraft. Führende Expertinnen und Experten referieren über ihre Forschungs- und Wirkungsgebiete und treten mit der Öffentlichkeit in Austausch. 1962 wurde der Veranstaltungsort in Berlin-West eröffnet. Jährlich besuchen über 200.000 Menschen das bislang nicht mit öffentlichen Mitteln geförderte Haus. 

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