AUFBRUCH

Die neue Urania kommt!

Seit 1962 befindet sich die Urania Berlin an ihrem heutigen Standort An der Urania 17 und leistet hier mit einem diversen Programm einen gemeinnützigen gesellschaftlichen Beitrag als Zentrum für den Dialog von Wissenschaft, Kultur, Politik und Öffentlichkeit mit nationaler Strahlkraft über Berlin hinaus.

Diesen Auftrag wollen wir auch weiterhin erfüllen und in Zukunft noch erweitern. Hierfür wird der Kulturverein wachsen und sich verändern:
2022 bedeutet für die Urania: Aufbruch!


Die Ideale der Urania von Teilhabe und Bildung und ihr grundsätzliches Selbstverständnis als offenes Haus, sind mehr denn je von großer Wichtigkeit. Die Überzeugung, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und öffentlicher Diskurs ein friedvolles Zusammenleben ermöglichen, leitet die Arbeit der Urania. Und das gerade in Zeiten, in denen Demokratie und Wissenschaft sich argumentativ kraftvoll behaupten müssen. Diese Ideale und Überzeugungen wollen wir in Zukunft noch deutlicher betonen und in einer neu gestalteten Umgebung ganz unmittelbar erlebbar machen. Dazu wird die Urania auch räumlich zu einem nationalen Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Bildung, Wissenschaft und Umwelt erweitert.

Am bestehenden Standort An der Urania 17 in der Berliner Innenstadt, an der Schittstelle mehrerer Bezirke und an der Kreuzung zentraler Berliner Sicht- und Verkehrsachsen, wird die neue Urania entstehen. An diesem markanten innerstädtischen Standort soll ein einladender öffentlicher Gebäuderaum entwickelt werden.
Dieser Prozess hat bereits begonnen:
2021 finden erste vorbereitende Maßnahmen statt, um Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Sanierung und Erweiterung der Urania festzulegen.
2023 wird ein EU-weiter Architekturwettbewerb folgen. Er soll die Vorstellung beinhalten, am momentanen Standort ein stadtbildprägendes und nachhaltiges Gebäudeensemble zu schaffen.
2024 zieht die Urania mit ihrem Programmangebot während der Zeit des Bauvorhabens an eine Interimsstätte.
2027 soll die neue Urania für alle eröffnen.

Nach der Entscheidung des Bundes im November 2020, die Erweiterung der Urania mit 42,75 Mio. € anteilig zu fördern, hat der Berliner Senat im Juni 2021 die Co-Finanzierung des Bauvorhabens in gleicher Höhe beschlossen. Die Landesmittel kommen aus dem Innovationsförderfonds des Landes Berlin. Mit Hilfe der Gesamtmittel von 85,5 Mio. € kann das Wissenszentrum Urania zu einem nationalen Bürgerforum für vielfältige Zielgruppen erweitert werden.

Auf dem Weg der Umgestaltung und Erweiterung leiten uns folgende Grundsätze und Vorstellungen der neuen Urania:

Die neue Urania ist

OFFEN
Ein diverses Programmangebot für diverse Interessen: Wir möchten so vielen Menschen wie möglich, verschiedenen Generationen und Besucher:innen aus unterschiedlichsten sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhängen eine offene Tür bieten. Im Zentrum der neuen Urania stehen Teilhabe, Inklusion und Dialog. Kunst, Kultur und Wissenschaft sollen in großzügigen Räumen barrierefrei erlebbar werden.

ENGAGIERT
Die neue Urania wird ein Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Bildung, Wissenschaft und Umwelt. Sie soll bürgerschaftliches Engagement stärken. Und sie soll in der Vernetzung unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure und Gruppen neue Lösungen und Impulse für die demokratische Gestaltung unserer Gesellschaft fördern. Die neue Urania möchte zu einem freiheitlichen Gemeinwesen beitragen: Daher wird sie auf innovative Wissensvermittlung als Basis für eine zeitgemäße Demokratiebildung setzen.

VIELFÄLTIG
Die neue Urania soll ein Zuhause werden für die verschiedensten Kultur- und Bildungsangebote. Sie wird Ausstellungsbereiche, Werkstätten, Science Labs und Ateliers beinhalten.

NACHBARSCHAFTLICH
Ein neuer Ort der Nachbarschaft: Die neue Urania wird Begegnungs- und Aufenthaltsbereiche bieten, die allen offenstehen. Ein öffentlich nutzbarer städtischer Platz und ein Gemeinschaftsgarten sollen die neue Urania umgeben. Neue Flächen für Bürger:innenwerkstätten, Citizen Science-Projekte, Summer Schools und Workshops können eine zugängliche kulturelle Bildung für Kinder, Jugendliche, Studierende, Senior:innen und alle anderen ermöglichen.

INTERESSIERT
Die neue Urania wird ein unverwechselbarer interdisziplinärer Lernort. Ein digitales Medienzentrum soll Arbeits- und Wirkungsmöglichkeiten für Wissenschaftsjournalist:innen bieten. Für kulturelle Bildung werden digital ausgestattete Räume, Kreativwerkstätten und ein naturwissenschaftlich-technisches Forschungslabor zur Verfügung stehen. Die neue Urania soll ein Kompetenzzentrum „Digitale Bildung“ werden und ein Ort, der für lebenslanges Lernen steht.

NACHHALTIG
Der Umbau der Urania soll nach ökologischen Kriterien erfolgen. Es werden nachhaltige Baumaterialien genutzt, die so z.B. auch zu einem geringen Energieverbrauch beitragen. 

Der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator von Berlin, Michael Müller:
„Die Urania ist eine Berliner Traditionseinrichtung mit einer großen Zukunft. Die gemeinsame Finanzierung dieser Zukunftspläne durch das Land Berlin und den Bund unterstreicht die deutschlandweite Bedeutung des Vorhabens, die Urania zu einem Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Wissenschaft und Umwelt auszubauen. Die Landesförderung erfolgt aus dem Innovationsförderfonds, mit dem wir in unserer Stadt gezielt Potenziale heben und Neues anstoßen wollen. Das passt wunderbar zu den Plänen und zur Mission der neuen Urania, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem Engagement vorantreiben. Ich wünsche uns allen, dass ihr neues Haus ein offener, innovativer und anregender Ort der Begegnung für alle Menschen wird, die wissbegierig, bildungshungrig und kulturinteressiert sind und sich tatkräftig ins demokratische Gemeinwesen einbringen wollen."

Ulrich Weigand, Direktor der Urania Berlin e.V.:
„Die neue Urania kommt! Wir sind in höchstem Maße begeistert und dankbar, dass der Berliner Senat die Weiterentwicklung der Urania Berlin zum nationalen Bürgerforum durch eine Co-Finanzierung des Bauvorhabens beschlossen hat. Jetzt kann die vom Bund in gleicher Höhe geförderte Sanierung und der Ausbau unseres Standorts im Gesamtvolumen von 85,5 Mio. € planmäßig noch in diesem Jahr vorbereitet werden. Dieser Schritt ist eine wunderbare, parteiübergreifende Gesamtleistung Berlins. Wir freuen uns sehr, dass das nationale Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Wissenschaft und Umwelt auf so breite Zustimmung stößt und damit in den kommenden Jahren im Herzen Berlins Realität werden wird.“

Gabriele Thöne, Vorstandsvorsitzende der Urania Berlin:
„Zukunft geht uns alle an! Die vor uns stehenden Herausforderungen unserer Zeit brauchen eine starke Plattform der Zivilgesellschaft, in der auf Augenhöhe insbesondere auch mit der Wissenschaft diskutiert werden kann. Die Urania bietet dafür die besten Voraussetzungen. Eine starke Urania ist deshalb eine Riesenchance für die Berlinerinnen und Berliner, für das Land und für die Bundeshauptstadt.“

Kontaktinformationen finden Sie in unserem Pressebereich

Eine Auswahl der Medienbeiträge zu unserem Bauvorhaben: