Das Anthropozän

Eine Problemdiagnose

Prof. Dr. Wolfgang Welsch
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Das Anthropozän – eine Problemdiagnose

Podcast-Thema: 
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Podcast-Reihe: 
Globales Denken und Handeln im 21. Jahrhundert

Anthropozän bedeutet: die gegenwärtige Erdepoche ist durch den Einfluss des Menschen bestimmt. Künftige Generationen von Geologen werden das immense Vorkommen von mensch-induzierten Schadstoffen, Düngemitteln, Kohlendioxid und dergleichen als das Charakteristikum unserer Gegenwart ansehen. Wie ist darauf zu reagieren? Die Perspektive der Selbsterhaltung besagt, dass wir die selbstverursachten Schäden abwenden müssen, weil wir uns sonst die eigenen Lebensgrundlagen abgraben. Die Perspektive der Verantwortung weist darauf hin, dass wir dies nicht nur um unserer selbst willen, sondern auch um der Umwelt, der Tier- und Pflanzenwelt, des Planeten Erde willen tun sollen. Werden unsere Maßnahmen hinreichend erfolgreich sein? Skepsis ist angebracht. Was aber würde unser Untergang, der für uns eine Katastrophe wäre, aus der Perspektive der Natur bedeuten? Einen Verlust? Das Ende einer Episode? Eine neue Chance?

Prof. Dr. Wolfgang Welsch, emeritierter Professor der Philosophie, lebt in Berlin.

Moderation: Cornelia Jentzsch

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

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