Urania-Reihen

Nutzen Sie das Angebot unterschiedlicher Reihen in der Urania Berlin, um komplexe und interdisziplinäre Themen zu vertiefen und Veranstaltungen, die Ihnen besonders gut gefallen haben, auch in Zukunft im Blick zu behalten. Die einzelnen Termine setzen natürlich nicht den Besuch der gesamten Reihe voraus, weder inhaltlich noch formal.

„Abends warm“ eröffnet den Austausch verschiedener Generationen, um voneinander zu lernen, um Lebensentwürfe abzugleichen, um sich gegenseitig zu erzählen, wie es früher war und wie es heute ist. Moderatorin Sookee ist Musikerin und queerfeministische Aktivistin. Antifaschismus ist für sie die Basis gesellschaftlichen Miteinanders. Die Reihe findet in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung statt.

Mit ihrem Architektursalon ist Architektin und Autorin Ulrike Eichhorn zu Gast in der Urania. Architekturinteressierte lernen bekannte und unbekannte Orte der Baukultur und ihre Schöpfer:innen kennen – und erfahren, wo sie in Berlin zu finden sind.

Wenn Sie genauer auf unseren Planeten schauen, erkennen Sie sehr schnell, welches Wunder er darstellt, wie vielfältig die Bedingungen seiner Entstehung sein mussten, wie verletzlich er ist, aber auch, welche Schönheit und Lebenskraft er trotz seiner Bedrohung noch immer ausstrahlt. In dieser Vortragsreihe, die häufig in Form einer Multivision angeboten wird, zeigen Ihnen unsere Referent:innen Blicke auf unsere außergewöhnliche Erde, die sich diese oft erst sehr abenteuerlich erschließen mussten.

Sechs Abende. Zwei Gäste im Live-Podcast. Ein neues Zeitalter: Entering the Anthropocene! In diesem neuen Gesprächsformat, kuratiert und moderiert von ZEIT-Redakteur Fritz Habekuß, verhandeln je zwei Persönlichkeiten die Fragen der Gegenwart. Was bedeutet es, im “Zeitalter des Menschen” zu leben? Und wie können wir ihm nicht nur ausgesetzt sein, sondern es gestalten?

Die Betrachtung von Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit wirft nicht nur Fragen auf, die die Gesellschaften im Globalen Süden betreffen, sondern auch die der sogenannten Geberstaaten, wie hier in Deutschland. So wirken asymmetrische Machtverhältnisse im Diskurs fort, lokales und indigenes Wissen wurde lange marginalisiert und eurozentrische Nachhaltigkeitskonzepte blenden u.a. aus, dass ökologische Krisen auch auf den europäischen Kolonialismus zurückgehen. Wie kann eine ganzheitliche Betrachtung von wirklich nutzbringender Entwicklungspolitik entstehen? 

Ob Polyamorie oder Pornofestival, Tinderdate oder Tantrakurs – Berlin ist auch in Sachen Liebe und Erotik Hauptstadt der Möglichkeiten. All die Optionen erzeugen nicht nur Lust, sondern auch Druck und viele Fragen. Will/muss ich davon etwas ausprobieren? Und/oder kann ich ganz altmodisch nach Liebe suchen? Und wie schaffe ich es, dass diese länger hält als eine Nacht? Bei der Veranstaltungsreihe It’s complicated geben einmal im Monat Fachleute zu solchen Fragen Auskunft. Moderiert wird das ganze von Brenda Strohmaier, die schon die Vorgängerreihe Sex Education konzipierte und betreute. Diese hat sie nun um das Thema Beziehungen erweitert, so dass fortan bei ihr jetzt Sex plus Liebe auf dem Programm stehen.  

Der Schriftsteller und ehemalige Generalsekretär der Humboldt-Stiftung Dr. Manfred Osten sucht das Gespräch mit interessanten Menschen aus Kultur, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, denen gemeinsam ist, dass sie viel zu sagen haben. Im gemeinsamen Gespräch auf der Bühne der Urania Berlin vertieft Osten mit seinen prominenten Gästen wichtige und aktuelle Fragen, die uns alle bewegen, und richtet den Blick dabei auch auf die Zukunft unserer Gesellschaft.

Wie beeinflussen strukturell bedingte Diskriminierungserfahrungen junge Menschen in Deutschland, die sich als queer und/oder BIPoC positionieren? Welche Kraft entfachen diese Erfahrungen, mit denen in kreativer und kompetenter Weise die eigene Geschichte zurückgewonnen wird? Und was erzählen sie uns, der deutschen Gesellschaft, über unsere Zukunft?

Mit diesen Kernfragen beschäftigt sich die Reihe Narratives of Transformation, mit Gästen, die ihre eigenen Erfahrungen durch Film, Musik oder Lyrik verarbeiten. Diesen Prozess beleuchten wir gemeinsam in seinem transformativen Charakter und besprechen das transformative Potenzial, welches die Werke der Gäste ausstrahlen.

Dem oft bitter geführten Wettstreit der Religionen fehlte bisher das wohlwollende und sportliche Kräftemessen. Beim interreligiösen Preacher Slam steht die religiöse Rede, die Predigt, als Ort religiöser Sehnsucht und als poetisches Werk im Mittelpunkt. Da wird aus dem Poetry Slam ein Preacher Slam wo eine oder einer siegt, aber alle gewinnen.

Berlin ist als Metropole seit jeher im Wandel begriffen. Gleichzeitig ist die Stadt geprägt von einer lebendigen Zivilgesellschaft, die stets regen Anteil nimmt an der Gestaltung des Stadtraums und den Veränderungen des Bestehenden.

Seit 2010 greift die Reihe Stadt im Gespräch – Berlin im Wandel diese Thematik auf und schafft in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Berlin und Der Tagesspiegel ein Diskussionsforum rund um Architektur und Stadtentwicklung der Hauptstadt. Zahlreiche aufschlussreiche und wegweisende Debatten wurden im Rahmen der Reihe bereits geführt.

Mit der Urania Berlin findet die Reihe an einem Ort statt, der gleichermaßen ein Symbol der sich verändernden Stadt ist. Auch „An der Urania“ wird sich der Wandel Berlins sichtbar vollziehen. Voraussichtlich 2023 wird ein Architekturwettbewerb der Ausgangspunkt sein für die Schaffung einer baulich wie programmatisch erweiterten neuen Urania als Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Bildung, Wissenschaft und Umwelt: Stadt im Gespräch – Berlin im Wandel ist mittendrin.

Die Veranstaltungen im Rahmen von StadtNatur werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz des Landes Berlin. 

++Urania-Jahresthema: Freiheit und Widerspruch++

In unserem Leben haben wir 22.000 Meinungsverschiedenheiten. Sie können frustrierend sein und Kraft rauben. Aber mit der richtigen Herangehensweise machen sie unser Leben reicher und schöner. Unser Partner „Streitgut“ bringt den gepflegten Disput in die Urania: Unter der Anleitung von Gründer Daniel Privitera und anhand der neusten Forschungserkenntnisse aus Harvard und Stanford möchten wir mit Ihnen zu jeweils einem Thema diskutieren, streiten und Lösungswege finden.

Soziale Bewegungen zeigen, wie politische Partizipation und gelebte Demokratie aussehen kann. In Zeiten von Klimaerwärmung, rechtsextremer Gewalt und einem zunehmenden Misstrauen gegenüber der Wissenschaft braucht es eine starke und diverse gesellschaftliche Kraft, die sich nicht spalten lässt, sondern gemeinsam für Veränderung kämpft. Wie kann das gelingen?

Aktivist Quang Paasch lädt für seine Reihe junge Menschen aus Wissenschaft, Kultur, Zivilgesellschaft und das Publikum ein um einen Raum der Synergien zu schaffen, der verschiedene Lebensrealitäten sichtbar macht und den Wissensaustausch fördert.

Die Urania nimmt mit dieser Reihe den Beginn ihrer Umgestaltung zu einem Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Bildung, Wissenschaft und Umwelt auf und schafft ein aktuelles Debattenformat für eine demokratische Gesellschaft.

Über Kunstwerke und Künstler:innen unterschiedlichster Stilepochen zu kommunizieren ist seine Leidenschaft: In seinen Vorträgen bringt uns Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann großen Persönlichkeiten und ihren Werken auf anschauliche Weise näher.