Neue Infektionskrankheiten durch Klimawandel und Globalisierung

Ein Gesundheitsrisiko für Deutschland?

Mensch und Natur - Vortrag
C
Do, 5.3.2020, 18:00
05.03.2020 - 18:00
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Prof. Dr. Egbert Tannich

Beschreibung

Stechmücken und andere Insekten spielen eine wichtige Rolle als Überträger von Krankheitserregern. Durch Klimaerwärmung und Globalisierung haben sich in den vergangenen Jahren Stechmückenarten, wie die asiatische Tigermücke oder die japanische Buschmücke massiv ausgebreitet und konnten sich zuletzt auch in Deutschland ansiedeln. Gleichzeitig sind verschiedene durch Insekten übertragene tropische Infektionen, wie das Chikungunya- oder das Dengue-Fieber in Europa aufgetreten. In Deutschland wurde ein massives Vogelsterben durch das Usutu-Virus und erstmals auch Infektionen beim Menschen durch den Hundehautwurm Dirofilaria repens und das West-Nil-Virus registriert. Aufgrund aktueller Laborexperimente und neuer Klimasimulationen muss mit weiteren Infektionen gerechnet werden.
Prof. Dr. Egbert Tannich, Vorstandsvorsitzender des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, Hamburg, ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft, und Leiter des Nationalen Referenzzentrums für tropische Infektionserreger sowie Professor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

In der Vortragsreihe Leibniz-Lektionen präsentiert die Leibniz-Gemeinschaft eine Auswahl aktueller Forschungsergebnisse aus ihren Mitgliedsinstituten.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Die Leibniz-Institute unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.000 Personen, darunter 10.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei 1,9 Milliarden Euro.
www.leibniz-gemeinschaft.de

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Leibniz-Lektionen

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