Urania-Reihen

Nutzen Sie das Format der Reihen in der Urania Berlin, um komplexe und interdisziplinäre Themen zu vertiefen und Veranstaltungen, die Ihnen besonders gut gefallen haben, auch in Zukunft im Blick zu behalten. Die einzelnen Termine setzen natürlich nicht den Besuch der gesamten Reihe voraus, weder inhaltlich noch formal.

Wenn Sie genauer auf unseren Planeten schauen, erkennen Sie sehr schnell, welches Wunder er darstellt, wie vielfältig die Bedingungen seiner Entstehung sein mussten, wie verletzlich er ist, aber auch, welche Schönheit und Lebenskraft er trotz seiner Bedrohung noch immer ausstrahlt. In dieser Vortragsreihe, die häufig in Form einer Multivision angeboten wird, zeigen Ihnen unsere Referent*innen Blicke auf unsere außergewöhnliche Erde, die sich diese oft erst sehr abenteuerlich erschließen mussten.

Die Reihe „Religion – Politik – Spiritualität“ ist eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum für die Evang. Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin.

 

Der Griff Nazideutschlands zur Weltmacht endete mit der totalen Niederlage und der Bilanz von mehr als 40 Millionen Opfern – 30 Mio. Sowjetbürger, 6 Mio. Polen, 2 Mio. Jugoslawen, 500 000 Tschechoslowaken. Davon waren 5 Mio. Juden, zu denen noch 1,3 Mio. deportierter Juden und 500 000 Sinti und Roma gerechnet werden müssen. Schon 1946 lagen zwei Abhandlungen zur Schuldfrage vor: Karl Jaspers sah die politische Schuld aller Deutschen darin, 1932/33 zugelassen zu haben, »daß ein solches Regime bei uns entstanden ist«. Hannah Arendt konstatierte ab 1940/41 den Zustand einer »totalen Komplizenschaft des deutschen Volkes« und sprach von einer »›Volksgemeinschaft‹ des Verbrechens«. Aber die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft hat diese Diagnoseangebote negiert und sich für eine Politik der Amnestie und Amnesie entschieden. Die 1949 gegründete BRD integrierte die Mehrheit der NS-Eliten in den neuen Staat und ließ alle in Nürnberg verurteilten Kriegsverbrecher frei. Die Überlebenden der »Volksgemeinschaft« sorgten dafür, dass die Geschichte der NS-Zeit abgespalten und die Schuld Anderen zuwiesen wurde – »Hitler war’s«. Mitte der fünfziger Jahre waren die Westdeutschen sogar überzeugt, dass sie durch den Krieg und dessen Folgen selber zu Opfern geworden waren. Gegen dieses Gesichtsbild konnte sich die Wahrheit nur in Form ununterbrochener Tabubrüche durchsetzen. Die Reihe wird zehn Fälle aus dieser 60jährigen Skandalgeschichte präsentieren. 

 

Flyer zur Veranstaltungsreihe

 

Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Die Veranstaltungen im Rahmen des Projekts „StadtNatur – Berlin ökologisch denken“ werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Die Vorträge der Reihe Beziehungen gestalten und vertiefen thematisieren klassische Beziehungsfragen und -probleme und bieten vom buddhistischen Denken inspirierte Lösungswege.

Unverkrampftes Fachsimpeln über Sex. Längst ist Sex für viele Menschen mehr als etwas, das man nebenbei und sprachlos erledigt. Vielmehr ist Erotik zu einem Selbstfindungsthema mit geistigem Überbau geworden, einem Subjekt, über das man spricht und liest.

Nun auch als Podcast:

"BDSM für Dummys" - Brenda Strohmaier im Gespräch mit Felix Ruckert
"Ziemlich bi" - Brenda Strohmaier im Gespräch mit Heinz-Jürgen Voß
"Sex ist wie Broccoli" - Brenda Strohmaier im Gespräch mit Carsten Müller
"Let's talk about Sex - aber wie?" - Brenda Strohmaier im Gespräch mit Karina Kehlet Lins

Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann nimmt uns mit nach Mailand, London und Madrid in die herausragenden Kunstmuseen und führt uns ganz dicht dran vor die Bildwerke. So nahe, wie es vor Ort gar nicht möglich ist aufgrund der Sicherheitsabstände vor den berühmten Bildwerken.

„Abends warm“ eröffnet den Austausch verschiedener Generationen, um voneinander zu lernen, um Lebensentwürfe abzugleichen, um sich gegenseitig zu erzählen, wie es früher war und wie es heute ist. Der rote Faden des Trialogs sind Betrachtungen von Lebensrealitäten: Manchmal sind sie abstrakt und groß, manchmal konkret und scheinbar trivial. Es geht um Körperbilder, Liebe, Berufswünsche, Sexualität, (mentale) Gesundheit, Geschlechterrollen, Menstruation, Vertrauen, Engagement, Selbstvertrauen, Lebensziele, Ängste, Träume, Gesellschaft, Sinnfragen. 

Sookee – Jahrgang 1983 - begibt sich mit einer jugendlichen und einer sich in der zweiten Lebenshälfte befindlichen Person ins Gespräch. Wo trennen uns die Jahrzehnte, wo verbinden sie uns? Welche Erfahrungen machen junge Menschen heute eventuell nicht mehr? Welche bleiben ihnen erspart? Welche werden ihnen wodurch genommen? Wie haben Errungenschaften, beispielsweise der 68er Generation, das Fundament für heutige gesellschaftliche Prozesse gelegt? Die Themen sind groß und die Gedanken sind frei. Sookee ist neugierig in beide Richtungen und feiert die Unterschiedlichkeit, die voll zwischenmenschlicher Verbindung ist. 

Sookee ist Musikerin und queerfeministische Aktivistin. Antifaschismus ist für sie die Basis gesellschaftlichen Miteinanders. 

In Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Digitalisierung zieht sich durch alle Lebens- und Wissensbereiche und ermöglicht die Erschließung neuer Erkenntnisse in nie gekannter Präzision, Vielfalt und Komplexität. Die Grundlagen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns wie unseres Weltbildes sind daher neu zu diskutieren: Wie verändern digitale Techniken die Welt, die wir doch weiterhin analog sehen, hören und riechen? Was haben wir gewonnen, wenn die Speicher mit allen nur erdenklichen Daten unseren Alltag nicht nur erleichtern, sondern bestimmen? Diese und weitere Fragen diskutieren herausragende Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten  in einer Reihe von Vortragsgesprächen mit Dr. Ulrich Bleyer, Direktor der Urania a.D.

Tabulose Gespräche über Drogen, Rausch und Sucht. Seit Jahrtausenden sind Rausch und Drogen feste Bestandteile der Gesellschaft. Manche Substanzen sind legal und akzeptiert, andere illegal und geächtet. Einige sind Identifikationsmerkmale ganzer Subkulturen. Es ist an der Zeit, offen, vorurteilsfrei und ohne Wertung über Drogen zu sprechen.