Urania-Reihen

Nutzen Sie das Format der Reihen in der Urania Berlin, um komplexe und interdisziplinäre Themen zu vertiefen und Veranstaltungen, die Ihnen besonders gut gefallen haben, auch in Zukunft im Blick zu behalten. Die einzelnen Termine setzen natürlich nicht den Besuch der gesamten Reihe voraus, weder inhaltlich noch formal.

Unsere Familienkonzerte führen auf unterhaltsame und zugleich lehrreiche Weise in die Welt der (klassischen) Musik ein. Einzelne Zusatzangebote wie das beliebte Instrumenten-Karussell (Konzert „Peter und der Wolf“) oder das traditionelle Zimtschneckenbacken (Konzert „Michel aus der Suppenschüssel“) machen die Veranstaltungen zu einem ganz besonderen Erlebnis – und das für groß und klein!

Der Griff Nazideutschlands zur Weltmacht endete mit der totalen Niederlage und der Bilanz von mehr als 40 Millionen Opfern – 30 Mio. Sowjetbürger, 6 Mio. Polen, 2 Mio. Jugoslawen, 500 000 Tschechoslowaken. Davon waren 5 Mio. Juden, zu denen noch 1,3 Mio. deportierter Juden und 500 000 Sinti und Roma gerechnet werden müssen. Schon 1946 lagen zwei Abhandlungen zur Schuldfrage vor: Karl Jaspers sah die politische Schuld aller Deutschen darin, 1932/33 zugelassen zu haben, »daß ein solches Regime bei uns entstanden ist«. Hannah Arendt konstatierte ab 1940/41 den Zustand einer »totalen Komplizenschaft des deutschen Volkes« und sprach von einer »›Volksgemeinschaft‹ des Verbrechens«. Aber die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft hat diese Diagnoseangebote negiert und sich für eine Politik der Amnestie und Amnesie entschieden. Die 1949 gegründete BRD integrierte die Mehrheit der NS-Eliten in den neuen Staat und ließ alle in Nürnberg verurteilten Kriegsverbrecher frei. Die Überlebenden der »Volksgemeinschaft« sorgten dafür, dass die Geschichte der NS-Zeit abgespalten und die Schuld Anderen zuwiesen wurde – »Hitler war’s«. Mitte der fünfziger Jahre waren die Westdeutschen sogar überzeugt, dass sie durch den Krieg und dessen Folgen selber zu Opfern geworden waren. Gegen dieses Gesichtsbild konnte sich die Wahrheit nur in Form ununterbrochener Tabubrüche durchsetzen. Die Reihe wird zehn Fälle aus dieser 60jährigen Skandalgeschichte präsentieren. 

 

Flyer zur Veranstaltungsreihe

 

Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Wenn Sie genauer auf unseren Planeten schauen, erkennen Sie sehr schnell, welches Wunder er darstellt, wie vielfältig die Bedingungen seiner Entstehung sein mussten, wie verletzlich er ist, aber auch, welche Schönheit und Lebenskraft er trotz seiner Bedrohung noch immer ausstrahlt. In dieser Vortragsreihe, die häufig in Form einer Multivision angeboten wird, zeigen Ihnen unsere Referent*innen Blicke auf unsere außergewöhnliche Erde, die sich diese oft erst sehr abenteuerlich erschließen mussten.

Gesprächskultur verändern mit Urania kontrovers

Die neue Veranstaltungsreihe der Urania will eine offene und kontroverse Diskussionsplattform etablieren.

 

Mit neuem Raumkonzept, das Podiumsgästen und Zuschauern die Möglichkeit bietet, in Austausch zu treten,

 

Wir wagen das Experiment: echte Konflikte, echte Auseinandersetzung – und ein Publikum, das nicht nur beobachtet, sondern aktiver Teil der Diskussion wie der Lösungsfindung ist. Eine starke Moderation sorgt für ein Klima des Respekts und der Kollegialität. Zugleich geht diese Widersprüchen nach und sorgt dafür, dass Argumente von Weltanschauungen getrennt und Visionen auf ihre Umsetzbarkeit hin diskutiert werden. Das Ziel unserer Veranstaltung ist nicht Unterhaltung, sondern Befähigung zur demokratischen Meinungsbildung und kritischem Denken.

Urania kontrovers sprengt räumlich die Gewohnheiten klassischer Urania-Veranstaltungen. Nach dem Vorbild der Amphitheater sitzen die verschiedenen Experten und die Moderatorin (Innenkreis) inmitten des Publikums (Außenkreis). Möchte sich ein Teilnehmer des Außenkreises an der Diskussion beteiligen, kann er Fragen stellen, seine Meinung wiedergeben oder auch sich mit anderen Zuschauern dazu auseinandersetzen.

 

Einige Eindrücke der vergangenen Veranstaltungen finden Sie hier 

 

Die Neurowissenschaften bilden eines der größten und stärksten Forschungsfelder Berlins. Mit der Vortragsreihe Berlin Brains möchten wir Ihnen die Bandbreite dieser Forschung in unserer Stadt zeigen. Die 6. »Staffel« dieser erfolgreichen Zusammenarbeit von Charité und Urania wird 2020 gemeinsam vom Einstein-Zentrum für Neurowissenschaften und dem Exzellenzcluster NeuroCure präsentiert. Das konzeptionelle Motto lautet »Junior trifft Senior«. Nachwuchs- und etablierte Wissenschaftler*innen stellen gemeinsam ihre aktuelle Forschung vor.

In der Reihe werden sowohl die grundlegenden Veränderungen im Internationalen System als auch aktuelle Konflikte und deren Lösungsmöglichkeiten behandelt. Unser Kooperationspartner bei dieser Reihe ist die Friedrich-Ebert-Stiftung.

Unsere Gesellschaft polarisiert sich. Zwischentöne werden seltener, Standpunkte kompromissloser. „Laut nachgedacht“ setzt dazu einen Kontrapunkt. Die Gastgeberin Romy Jaster bringt in jeder Veranstaltung zwei Philosophen zum Gespräch zusammen, die gründlich über eine Grabenlinie unserer Zeit nachgedacht haben. Hier wird ohne Fachjargon gemeinsam erörtert, um haltbare Standpunkte gerungen, Komplexität zugelassen – laut nachgedacht eben. Am Ende eines solchen Abends stehen keine Gewissheiten. Aber dafür eine Vielzahl neuer Perspektiven.  

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Analytische Philosophie - GA

Die Frage, wie sehr die Geschichte der Kunst in den jeweiligen Jahrhunderten von Erkenntnissen und Trends anderer Wissenschaften inspiriert wurde, steht im Zentrum dieser neuen Reihe. Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann wird zusammen mit Gästen aus Theologie, Psychologie, Botanik oder Mathematik diskutieren, welche erstaunlichen Wechselwirkungen zwischen der Kunst und anderen Wissenschaftszweigen entstanden.

Die Reihe „Religion – Politik – Spiritualität“ ist eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum für die Evang. Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin.

 

In den Reisevorträgen stellen Ihnen unsere hochqualifizierten Reiseleiter*innen Reiseziele und Reiseverläufe vor und machen Sie mit der Kulturgeschichte und den Besonderheiten der jeweiligen Region vertraut. 

Das Klima und unsere Umwelt verändern sich rasant, auch zwischen Stadt und Land entstehen neue Beziehungen. Wie reagieren wir darauf? Welche neuen Identitäten ergeben sich möglicherweise daraus? „Wenn sich Gesellschaften verändern, verändern sich auch die dazugehörigen Landschaften und Räume. Vor 200 Jahren begann das Industriezeitalter, unseren ganzen alten Kontinent umzupflügen und nach seinen Bedürfnissen neu zu sortieren. Wieso glauben wir, an dessen Ende glimpflicher davon zu kommen?“ (W. Kil)

Ein literarisch-erzählendes Genre, das Natur genau beobachtet, leidenschaftlich empfindet und spannend erzählt - also Naturwissenschaft, Naturgeschichte und Naturphilosophie in einem ist. Zu den wichtigsten historischen Vertretern des “Nature Writing” gehören Alexander von Humboldt, Jean-Jacques Rousseau und Henry David Thoreau. Die heutige Ökologie ist ohne ein modernes “Nature Writing” nicht zu denken. 

 

Unverkrampftes Fachsimpeln über Sex. Längst ist Sex für viele Menschen mehr als etwas, das man nebenbei und sprachlos erledigt. Vielmehr ist Erotik zu einem Selbstfindungsthema mit geistigem Überbau geworden, einem Subjekt, über das man spricht und liest.

Nun auch als Podcast: "Let's talk about Sex - aber wie?" - Brenda Strohmaier im Gespräch mit Karina Kehlet Lins