Urania-Reihen

Nutzen Sie das Format der Reihen in der Urania Berlin, um komplexe und interdisziplinäre Themen zu vertiefen und Veranstaltungen, die Ihnen besonders gut gefallen haben, auch in Zukunft im Blick zu behalten. Die einzelnen Termine setzen natürlich nicht den Besuch der gesamten Reihe voraus, weder inhaltlich noch formal.

Wenn Sie genauer auf unseren Planeten schauen, erkennen Sie sehr schnell, welches Wunder er darstellt, wie vielfältig die Bedingungen seiner Entstehung sein mussten, wie verletzlich er ist, aber auch, welche Schönheit und Lebenskraft er trotz seiner Bedrohung noch immer ausstrahlt. In dieser Vortragsreihe, die häufig in Form einer Multivision angeboten wird, zeigen Ihnen unsere Referent*innen Blicke auf unsere außergewöhnliche Erde, die sich diese oft erst sehr abenteuerlich erschließen mussten.

„Der Nussknacker“, „Dornröschen“ und „Schwanensee“ gelten als Inbegriff des klassischen russischen Tanztheaters und zählen zu den Kernstücken des Ballettrepertoires. Als zeitlose Meisterwerke verzaubern sie seit Generationen kleine wie große Theaterbesucher gleichermaßen. Die Aufführungen des Russischen Nationalballetts basieren auf den Original-Libretti und Choreographien von Marius Petipa (dem „Vater des klassischen Balletts“) sowie Lew Iwanow. Eine Märchenerzählerin leitet durch die Handlung, so dass auch die Kleinsten im Publikum dem Inhalt der getanzten Szenen folgen können.
 

Unsere Familienkonzerte führen auf unterhaltsame und zugleich lehrreiche Weise in die Welt der (klassischen) Musik ein. Einzelne Zusatzangebote wie das beliebte Instrumenten-Karussell (Konzert „Peter und der Wolf“) oder das traditionelle Zimtschneckenbacken (Konzert „Michel aus der Suppenschüssel“) machen die Veranstaltungen zu einem ganz besonderen Erlebnis – und das für groß und klein!

Klimawandel, Rechtsruck, Spaltung der Gesellschaft: Die Krisen der Gegenwart spitzen sich zu. Immer mehr Menschen fürchten sich vor dem Morgen und sehnen sich nach einem Gestern, das den Herausforderungen der Zeit nicht mehr gerecht wird. Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des Philosophie Magazin, lädt Denkerinnen und Denker zum Gespräch, um die Zukunft zurückzugewinnen.

 

In Zusammenarbeit mit dem Philosophie Magazin

Digitalisierung zieht sich durch alle Lebens- und Wissensbereiche und ermöglicht die Erschließung neuer Erkenntnisse in nie gekannter Präzision, Vielfalt und Komplexität. Die Grundlagen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns wie unseres Weltbildes sind daher neu zu diskutieren: Wie verändern digitale Techniken die Welt, die wir doch weiterhin analog sehen, hören und riechen? Was haben wir gewonnen, wenn die Speicher mit allen nur erdenklichen Daten unseren Alltag nicht nur erleichtern, sondern bestimmen? Diese und weitere Fragen diskutieren herausragende Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten  in einer Reihe von Vortragsgesprächen mit Dr. Ulrich Bleyer, Direktor der Urania a.D.

Philosophie ist nicht intellektuelle Erbauung, sondern eine intensive, sich vertiefende geistige Auseinandersetzung mit Lebensfragen. Zugleich ist sie, auch wenn sie manchmal monologisch daherkommt, ein dialogisches Verfahren. Mit der Reihe Philosophiepraxis bieten wir Ihnen ein intensives, moderiertes und fachlich angeleitetes Gespräch in dem Sie Ihre philosophische Praxis erweitern und im Gespräch erproben können.

Wissenschaft soll methodisch kontrolliert und rational ablaufen. Emotionen sind dabei Störfaktoren. Das ist das gängige Klischee das sich die Wissenschaftsgesellschaft selbst gerne noch verpasst. Die konstruierte Identität der Forschenden ist "Ratio pur". Doch weder die Wissenschaften noch die Wissenschaftler*innen genügen diesem Bild. Wir wissen aus der Motivationsforschung, dass ohne Emotionen kaum etwas läuft und die hochemotionalen Streitigkeiten in den diversen Wissenschaftszweigen dokumentieren, dass es eher nicht Kühle des Verstandes  ist, die dazu führt, dass sich wissenschaftliche Innovationen durchsetzen. Die Reihe stellt vor, welche Bedeutung Emotionen für ein Leben für die Forschung haben.

 

Der Griff Nazideutschlands zur Weltmacht endete mit der totalen Niederlage und der Bilanz von mehr als 40 Millionen Opfern – 30 Mio. Sowjetbürger, 6 Mio. Polen, 2 Mio. Jugoslawen, 500 000 Tschechoslowaken. Davon waren 5 Mio. Juden, zu denen noch 1,3 Mio. deportierter Juden und 500 000 Sinti und Roma gerechnet werden müssen. Schon 1946 lagen zwei Abhandlungen zur Schuldfrage vor: Karl Jaspers sah die politische Schuld aller Deutschen darin, 1932/33 zugelassen zu haben, »daß ein solches Regime bei uns entstanden ist«. Hannah Arendt konstatierte ab 1940/41 den Zustand einer »totalen Komplizenschaft des deutschen Volkes« und sprach von einer »›Volksgemeinschaft‹ des Verbrechens«. Aber die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft hat diese Diagnoseangebote negiert und sich für eine Politik der Amnestie und Amnesie entschieden. Die 1949 gegründete BRD integrierte die Mehrheit der NS-Eliten in den neuen Staat und ließ alle in Nürnberg verurteilten Kriegsverbrecher frei. Die Überlebenden der »Volksgemeinschaft« sorgten dafür, dass die Geschichte der NS-Zeit abgespalten und die Schuld Anderen zuwiesen wurde – »Hitler war’s«. Mitte der fünfziger Jahre waren die Westdeutschen sogar überzeugt, dass sie durch den Krieg und dessen Folgen selber zu Opfern geworden waren. Gegen dieses Gesichtsbild konnte sich die Wahrheit nur in Form ununterbrochener Tabubrüche durchsetzen. Die Reihe wird zehn Fälle aus dieser 60jährigen Skandalgeschichte präsentieren. 

 

Flyer zur Veranstaltungsreihe

 

Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Die im Februar gestartete Reihe ist eine Kooperation von Freier Universität Berlin und Urania Berlin, bei der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Freien Universität ihre Forschung für Laien verständlich erläutern. Anschließend kann das Publikum Fragen stellen. 

Wer will ich sein? Wer darf ich werden?

Nicht jedem Künstler waren Talent, Geschick und das Glück gegeben, um sich zeitlebens einen großen Namen zu machen. Doch einige wenige sind selbst nach einem halben Jahrtausend nicht in Vergessenheit geraten. Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann wird vier geniale Künstler und ihre künstlerischen Biographien vorstellen. Aber selbst für Albrecht Dürer, Tizian, Leonardo da Vinci und Michelangelo gilt: ohne die Aufträge der Mächtigen ihrer Epoche hätten sie ihren großen Stellenwert wohl nicht erreichen können. Erfahren Sie in dieser Reihe Hintergründe zum identitären Wechselspiel zwischen Auftragggebern und Künstlern.

In einer Kooperation von Architektenkammer Berlin, dem Tagesspiegel und der Urania finden regelmäßig Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen der baulichen Stadtentwicklung statt, bei denen Experten und Öffentlichkeit in Dialog treten.

Interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen werden in einer pluralen Gesellschaft wichtiger denn je. Religionen und Weltanschauungen ringen um Werte und Einstellungen und gestalten das Zusammenleben mit. Sie tragen in sich ein sinnstiftendes Friedenspotential, können aber auch Gewaltprozesse fördern. Welche religionspolitischen und vor allem spirituellen Perspektiven eröffnen sich im Dialog der Religionen und Weltanschauungen? Diese Reihe bietet dazu aktuelle Themen mit interessanten Gesprächspartner*innen.

In einem Pilotprojekt führt die Urania mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der ersten Hälfte des Jahres 2019 drei Veranstaltungen im Debattenformat durch. Beim Auftakt zum Thema Sicherheitspolitik streiten Dr. Daniela Schwarzer, Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (Pro) und Stefan Liebich, Mdb, Die LINKE (Contra) über die Frage „Brauchen wir eine europäische Armee?“. Es folgen Veranstaltungen zu den Europawahlen und zu Frieden und Entwicklung.