
Zero Waste – Kunst und Wissen – Analog, Digital, Commoning: Wie nachhaltig ist die Digitalisierung?
Beschreibung
Müssen digitale Technologien aus reinen Optimierungs- und Wachstumsinteressen unter immer weiter steigendem Energieverbrauch verwendet werden, oder sind hier ganz andere Denk- und Handlungsweisen möglich? „Digitalität tanzen!“ heißt das neue Buch von Prof. Dr. Shintaro Miyazaki. Darin diskutiert der Medienwissenschaftler die alternative Idee, den digitalen Raum gemeinschaftlich-selbstbestimmt und damit auch sozial und ökologisch nachhaltig gestalten zu können.
In ihrer künstlerisch-kuratorischen Arbeit setzt sich Dr. Lorena Juan gegen systemische Gewalt und Ungleichheit ein. Was das Ökosystem Moor als Metapher für die queere Community bedeutet, wird sie uns anhand des analog-digitalen-multimedia Projektes „Year of a Bog“ erläutern. Und die Künstlerin Gretta Louw zeigt einen Ausschnitt ihrer poetischen Filmarbeit „Einen Riesigen Schwarm“, während sie in ihrer Lecture-Performance über die psychosozialen, kulturellen und ökologischen Auswirkungen fortschreitender Technologien auf das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen spricht.
Prof. Dr. Shintaro Miyazaki ist Medienwissenschaftler und Juniorprofessor für digitale Medien und Computation an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Dr. Lorena Juan ist seit 2020 Kuratorin der transmediale Berlin, ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Gender Studies und Umwelt.
Gretta Louw ist multidisziplinäre Künstlerin, Autorin und Kuratorin. Sie untersucht die eskalierenden Spannungen zwischen Technosphäre und Biosphäre.
Moderation: Hannah Beck-Mannagetta und Lena Fließbach, Kuratorinnen von Zero Waste – Kunst und Wissen, konzipieren seit 2014 gemeinsam Ausstellungs- und Vermittlungsformate an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft.
Die Reihe Zero Waste – Kunst und Wissen beschäftigt sich mit unterschiedlichen Facetten ökologischer Nachhaltigkeit und urbanem Zusammenleben von Pflanzen, Tieren und Menschen. Ob in Architektur, Mode, Kulinarik, Mobilität, Gärten oder kultureller Praxis - was sind die Herausforderungen einer auf die Zukunft gerichteten Ausgestaltung von Stadt? Können dabei künstlerische Perspektiven etwas verbildlichen, fühlbar und verstehbar machen, das uns reine Daten und Fakten nicht vermitteln können?
Die jeweiligen Expert:innen stellen ihre Arbeit im Dialog vor, wobei im Laufe der Veranstaltung auch eine künstlerische Arbeit präsentiert und der Austausch mit dem Publikum gesucht wird. Die Reihe verknüpft Erfahrungen aus der Wissenschaft, der Kunst und der Nachhaltigkeitsbewegung, um einen Raum für innovative Diskussionen unabhängig von Disziplinen zu schaffen und gemeinsam ins Handeln zu kommen.